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Mehrstärkenkontaktlinsen - die Alternative zur Gleitsichtbrille

Die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) kann auch hervorragend mit Kontaktlinsen korrigiert werden. Soweit es durch Messungen, Berechnungen und Erfahrungswerte möglich ist, ermitteln wir das für Sie am besten geeignete System. Die letzten Feinheiten jedoch ergeben sich erst durch das Tragen im Alltag bei Ihnen zu Hause, am Arbeitsplatz und während Ihrer Freizeitaktivitäten. Aus Ihren Beobachtungen und unseren Messungen können wir dann erkennen, ob die Anpassung des Systems oder der Wechsel auf ein anderes System Ihren Ansprüchen noch besser gerecht wird. Anfangs ist die Anpassung also etwas aufwändiger, ist das passende System aber mal gefunden sind spätere Änderungen leicht möglich. Grundsätzlich gilt wie auch bei einer Gleitsichtbrille die Regel: Je früher Sie damit anfangen desto besser! Wenn die Nahkorrektur schon sehr hoch ist, ist die Eingewöhnungsphase umso länger.

 

Welche Arten von Mehrstärkenlinsen gibt es?

Aus allen nun folgend vorgestellten Kontaktlinsen-Systemen ergeben sich unendlich viele Möglichkeiten; sie lassen sich noch erweitern durch Kombinationen unterschiedlicher Linsentypen für das rechte und das linke Auge um die verschiedenartigsten Ansprüche für Beruf und Freizeit zu erfüllen.

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  • Monovision

    Wie der Name andeutet, wird ein Auge für die Ferne korrigiert, das andere für die Nähe. Es handelt sich dabei natürlich um kein typisches Mehrstärkensystem, sondern jedes Auge sieht allein für sich nur in einer Distanz optimal. Obwohl die Augen nicht mehr miteinander schauen, funktioniert dieses System nach anfänglicher Eingewöhnung bei beginnender Altersweitsichtigkeit häufig recht gut. Gelegentlich kann es eine Lösung sein, das führende Auge mit einer Einstärkenlinse und das Partnerauge mit einer Mehrstärkenlinse zu versorgen (sog. modifizierte Monovision).

     

    Vorteile

    • Einfach, große Auswahl und preisgünstig
    • kein Wechsel auf einen neuen Linsentyp
    • Sehr gute Sehschärfe in Ferne und Nähe

     

    Nachteile

    • reduzierte räumliche Wahrnehmung (Autofahren!)
    • reduziertes Kontrastsehen bei schlechter Beleuchtung
    • funktioniert meist nur bis gegen das 50. Lebensjahr, dann wird die Differenz zwischen dem rechten und linken Auge zu groß um angenehm sehen zu können
    • die fehlende Zwischendistanz kann beim Arbeiten am Computer Probleme machen
  • Simultane Systeme/Multifokale Kontaktlinsen

    Hier sind beide Wirkungen (Ferne und Nähe) kreisförmig auf der Kontaktlinse angeordnet und werden somit gleichzeitig von Ihnen wahrgenommen. Zum Beispiel dient die Zone in der Mitte der Linse der Sicht in die Ferne, und der gesamte äußere Linsenbereich enthält Ihre Korrektionswerte für die Nähe oder umgekehrt. Simultane Systeme sind als harte oder weiche Kontaktlinsen erhältlich.

     

    Bei allen simultanen Systemen bildet sich ihr gesamtes Gesichtsfeld auf Ihrer Netzhaut ab. Simultan heißt, dass dort gleichzeitig mehrere Bilder unterschiedlicher Schärfe entstehen. Darüber brauchen Sie sich jedoch keine Gedanken zu machen. Ihr Gehirn wird damit ganz von allein fertig. Ohne dass Sie sich dessen bewusst sind, wählt es immer nur das für die gewünschte Entfernung richtige Bild aus. Die unscharfen Nebenbilder beachtet es gar nicht; sie werden Ihnen glatt unterschlagen und können Sie daher auch nicht stören.

     

    Vorteile

    • der Blick in Ferne und Nähe ist unabhängig von der Blickneigung
    • es gibt viele verschiedene Systeme zur Auswahl
    • es ist meist eine gute Sehschärfe auch am Computer möglich

     

    Nachteile

    • Reduktion der Kontrastwahrnehmung (Autofahren nachts!)
    • die Bildschärfe ist vom Durchmesser der Pupille d.h. vom Lichteinfall abhängig
  • Alternierende Systeme/Bifokale Kontaktlinsen

    Wie beim Zweistärken-Brillenglas enthält die Kontaktlinse zwei Zonen: einen Fernteil und einen Nahteil. Damit sich die Linse auf dem Auge nicht verdrehen kann, wird sie unten etwas schwerer gefertigt. Damit ist gewährleistet, dass der Fernteil stets oben und der Nahteil unten liegen.

    Wenn Sie geradeaus schauen, rutscht die Linse nach unten, bis sie dem Lidrand aufliegt. Sie blicken nun durch den oberen Teil und sehen in der Ferne klar. Bei gesenktem Blick schiebt das Unterlid die Linse nach oben, Sie schauen durch den Nahteil und haben in der Nähe ein deutliches Bild. Das funktioniert aber nur, wenn sich die Linse auf Ihrem Auge frei bewegen kann und nicht am Oberlid „einhängt“ und mit dem Lidschlag dauernd nach oben gezogen wird. Auf Ihrer Netzhaut erscheint nur ein Bild auf einmal - entweder das für den Fernbereich oder das für den Nahbereich, daher der Begriff "alternierend" (abwechselnd). Alternierende Systeme sind nur für harte/formstabile Kontaktlinsen erhältlich.

Grundsätzlich gilt bei Einsatz von Kontaktlinsen:

Jede Kontaktlinse beeinträchtigt den Stoffwechsel der Hornhaut und kann diese bei unsachgemäßen Gebrauch dauerhaft schädigen. Daher ist es unbedingt notwendig, dass Sie sich an die empfohlenen Tragzeiten halten und Sie Ihre Kontaktlinsen und Augen regelmäßig in individuell empfohlen Abständen oder alle 6 – 12 Monate von uns kontrollieren lassen. So können allfällige Veränderungen rechtzeitig bemerkt und entsprechende Maßnahmen vorgenommen werden bevor subjektive Probleme auftauchen.

 

Eine sorgfältige Hygiene Ihrer Kontaktlinsen und Behälter ist besonders wichtig, da Ihre Augen durch verunreinigte Linsen einer ständigen Infektionsgefahr ausgesetzt sind.

 

Vertiefte Informationen erhalten Sie in unserem Informationsbereich: